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Alt 03.01.2008, 12:02   #1
Energiesys
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KIPOR auf Flaschengas oder Erdgas umstellen

Es ist schon verwunderlich, dass eine solche Weltfirma wie KIPOR keinen Generator für den Betrieb mit Flüssiggass oder Erdgas anbietet. Schließlich sind die Ottomotoren ja "Gasmotoren" (oder wozu dient wohl sonste der Vergaser!).
Da Benzin mit "Straßenbenutzungsgebühr" besteuert wird kostet dieser Sprit erheblich mehr als Flüssiggas aus der Flasche oder Erdgas aus dem dem Gasnetz. Auf den Energieinhalt bezogen liegt der Preis 2-3 mal so hoch.
In vielen Teilen der Welt gibt es ein gute Versorgungsinfrastruktur für preisgünstiges Flaschengas (praktisch in ganz Südeuropa), sodass sich der Antrieb von Stromerzeugern mit Flaschengas geradezu anbietet. Aber auch bei uns bekommt man Flaschengas bei jedem Baumarkt für etwas mehr als 1 E je Kilo (Energieinhalt etwa 13,5 kWh/kg), was einen Preis von ca. 65 ct je liter Benzin (Energieinhalt etwa 8,6 kWh/l) entspricht.
Technisch dürfte die Umrüstung überhaupt kein Problem sein und bei Serie von den Kosten vergleichbar der Gasausrüstung eines Campingkühlschrankes oder besseren Gasherdes mit Zündsicherung und Gaslecksensor.
Wie ich gehört habe lassen sich aber Firmen wie Honda die Gasversion von Notstromaggregaten recht teuer bezahlen.

Wo sind eigentlich die vielen fachlich versierten (Auto)Bastler oder (Motor)Tuner, die einen KIPOR mit "links" umrüsten könnten?
Wäre das nicht ein hochinteressanter Markt?

Und der nächste Schritt liegt dann ganz nahe:
- Umrüstung von Kiporen in (ggf sogar transportable) MICRO-BHKW!
Oder in der Terminologie von ROMULUS:
Bestens geeignet http://powerforen.de/forum/images/smilies/hallo.gif
für die Wärmeversorgung von Niedrigenergie-NeubauEFH oder Wohnmobilen und Wohnwägen im stationären Einsatz z.B. beim Wintersport.
Nur schade, dass chinesische Firmen oft zwar gut im Kopieren von Produkten (Hondas Invertergeneratoren) sind und dabei diese auch wesentlich verbessern können aber dann doch nicht weiter über den Tellerrand blicken.
Gerade in China müßte man erkennen, was für ein riesiges Efiizienz-Potential in der Weiterentwicklung der Kipor "Handys" hin zu vollwertigen "Totalenergie"Maschinen (Micro-BHKWs) liegt.
Gerade in China könnten man bei Neubauten gleich auf antiquierte Heizkessel mit schlechter Primärenergiebilanz bzw. Exergie-Effizienz verzichten und Neubauten nur noch mit BHKWs oder Micro-BHKWs a la KIPOR versorgen. Das käme auch dem Aufbau des chinesischen Stromnetzes zugute und würde dieses fit für eine energieeffiziente Zukunft machen - kompatibel mit dezentralem Einsatz von Fotovoltaik, Windstrom und Biogas (für Gas-KIPORs).
So könnten viele Kohledreckschleuder ersatzlos gestrichen werden, müssten also erst garnicht gebaut werden.

Honda baut übrigens ja schon so ein MICRO-BHKW (1 kWel und 3 kW Wärme - entspreche also dem KIPOR IG 1000) und hat dafür sogar den deutschen Innovationspreis bekommen. HONDA liefert aber immer noch nicht nach Deutschland und zwar wie man hört aus fadenscheinigsten Gründen.
(angeblich sei hier das Erdgas anders als in Japan
- die spinnen die deutschen Honda-?Schlafmützen?-Verkäufer)

Link: http://www.honda.de/content/news/17506_30135.html
für angeblich etwa 3.000 € werden die HONDA-MICRO-BHKW Aggregate seit 4 Jahren in Japan schon zig-tausendfach verkauft.

Also liebe KIPORs: auf an´s Werk!
Nehmt mal das Honda Aggregat ausseinander und verbessert es und macht es noch kleiner!
Dann könnt Ihr den Weltmarkt aufrollen.
Ich selbst habe diese Ideen (Micro-BHKW) zwar bereits schon vor 30 Jahren publiziert (auch mal ein Gerät selbst gebaut mit Golf-Motor) aber konnte niemanden aus der deutsche Auto- und Motorenindustrie dazu bewegen dieses Thema anzugehen. Es wurde ignoriert und verpennt.
Mir selbst wurde bereits vor 30 Jahren schnell klar, dass man solche Geräte nur in Größtserie (das können nur Auto- oder Motorenfirmen) preislich so attraktiv herstellen kann, dass sie das Zeug haben Heizkessel zukünftig komplett abzulösen.

Die Idee für ein Micro-BHKW wurde später z.B. von Fichtel & Sachs aufgegeriffen. Es entstand mit viel Fördergeld der Dachs, der dann aber nur von der kleinen (und kaum überlebensfähigen) Firmenausgründung SENERTEC produziert wurde.
Senertec wurde daher irgendwann von der englischen Firmengruppe BAXI übernommen.
http://www.senertec.de/start.htm

Den Dachs gibts zwar zu kaufen (er soll bisher angeblich 17.000 mal verkauft worden sein), er ist aber meines Erachtens für ein EFH zu groß (5 kWel), benötigt zu viel Materialeinsatz (> 500 kg) und ist vor allem viel zu teuer (>20.000 Euro), sodaß der große Durchbruch ausbleibt.
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Alt 10.05.2009, 10:22   #2
mv444
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...die Frage ist nur ob die Ventil-sitze und auch die Ventile die höheren Temperaturen die bei der Vebrennung von Gas enstehen auf Dauer aushalten.
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Alt 10.05.2009, 12:45   #3
the_viper
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Zitat:
Zitat von mv444 Beitrag anzeigen
...die Frage ist nur ob die Ventil-sitze und auch die Ventile die höheren Temperaturen die bei der Vebrennung von Gas enstehen auf Dauer aushalten.
ein ammenmärchen. das gerücht hält sich hartnäckig, das die verbrennungstemperatur auf gas höher ist, das stimmt nicht, und habe inzwischen 9 jahre und knapp 200 tkm autogas erfahrung.
der grund, warum dieses gerücht entstanden ist, ist das viele gasanlagen zu mager eingestellt wurden, damit der mehrverbrauch an gas kompensiert wird. so laufen sie bei last zu mager , und magerlauf verbrennt sowohl auf benzin als auch auf gas zu heiß und führt zu materialabtrag an den auslassventilen / sitzen.

@ topic: ein sehr interessanter ansatz. die umrüstung dürfte nicht allzu schwer sein, mit einer geregelten venturi anlage sollte sich mit einfachen mitteln was bauen lassen im flüssiggas bereich. nur sollte man die explosionsgefahr bei LPG beachten, da es - schwerer als luft - gerne in den keller "fließt"...
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Alt 10.05.2009, 18:26   #4
mv444
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...dann stell mal zb. einen Daihatsu auf Gas um...auch wenn die Gasanlage nicht zu mager eingestellt ist brennen dir dort die Ventile weg..weil das dort verwendete Material einen zu niedrigen Schmelzpunkt hat. und da gibt es noch paar Autofirmen mehr. Aus diesen Grund laufen bei den meisten Gas-autos die Motoren bei Voll-Last mit Benzinbeimischung..nur sehr wenige Hersteller verwenden gehärtete Ventilsitze wo dies nicht erforderlich ist.
mv444 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2009, 11:31   #5
Freddy7
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Hallo,

ja so ist es. Die verwendeten Materialien müssen für den Gasbetrieb ausgelegt sein, da beim Betrieb mit Gas eine viel höhere Verbrennungstemperatur entsteht. Ventile und Kolben sind besonders gefährdet. ( Kürzere Lebensdauer )

Gruß
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Alt 11.05.2009, 12:34   #6
the_viper
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Zitat:
Zitat von Freddy7 Beitrag anzeigen

Die verwendeten Materialien müssen für den Gasbetrieb ausgelegt sein, da beim Betrieb mit Gas eine viel höhere Verbrennungstemperatur entsteht. Ventile und Kolben sind besonders gefährdet. ( Kürzere Lebensdauer )

Gruß
nochmal, das ist so nicht korrekt. messungen von user auf www.motor-talk.de in der gas-ecke bestätigen das der temperaturunterschied nur wenige grad ausmacht, ich suche den thread nachher mal.

die wahre ursache ist hauptsächlich die heißgaskorrosion am auslass, in benzin gibt es additive, die dies vermindern. flashlube und tunap haben eine ähnliche wirkung, das trockene lpg hat diese zusätze nicht, und so korrodieren die auslassventile, ich schau mal in der garage, ob ich ein ventil noch da habe und ein foto von so einem korrosionsschaden machen kann.

edit zum temperaturunterschied benzin - lpg:
hier:
http://www.motor-talk.de/forum/gas-v...l#post14228659
hier auch noch was:
http://www.motor-talk.de/forum/lpg-t825032.html
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Geändert von the_viper (11.05.2009 um 12:42 Uhr).
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Alt 11.05.2009, 17:08   #7
the_viper
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so, hier das bild; die dunklen flecken am der sitzfläche des ventils sind der korrosionsschaden den ich meinte. dieses ventil stammt aus einem defekten bmw kopf, hat gute 190000 km hinter sich und viel magerlauf gesehen, sowohl im benzinbetrieb als auch im gasbetrieb durch nebenluft. (zudem falsch eingeschliffen, die rundum laufende kerbe). der sitzring am kopf weist dem ventil entsprechend gleich aussehende korrosionsschäden.

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Alt 11.05.2009, 22:47   #8
Freddy7
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Hallo Viper,

mein Autohändler hat mir da was von einer höheren Temperatur 150° – 200°C erzählt. Ob es stimmt kann ich nicht sagen. Aber eines scheint sicher zu sein, dass viele Autos lange Vollgasstecken auf der Autobahn nicht ungeschadet überstehen bzw. mit einem höheren Verschleiß zu rechnen ist. Denke, wenn man die Generatoren, die oft an die Leistungsgrenze belastet werden mit besseren Ventilen, Kolben usw. ausrüstet, so dass sie für den Gasbetrieb geeignet sind, steigt halt auch der Preis stark an.
Freddy7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2009, 06:48   #9
mv444
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...Kolben könnte man vernachlässigen..wichtig wären die Ventil-Sitzringe und die Ventile. Die meisten Generatoren laufen ja bei Voll-Last nur so um die 3500 U/min..das wäre erheblich weniger als bei einen Automotor..bei Voll-last die ja schon nee ganze ecke höher drehen. Dadurch wäre evt. die termische Belastung gar nicht so viel höher. Es gibt aber Umrüstbetriebe die Motoren auf Gas-feste Ventil-Sitze und Ventile umbauen..ob sich sowas rechnet steht auf einen anderen Blatt.
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